25. Kann ich mich schlank trinken?


Eine goldene Regel beim Abnehmen heißt: Wer weniger isst, muss mehr trinken. Während einer Diät können Sie notfalls und zeitlich begrenzt auf feste Nahrung verzichten, nicht aber auf Wasser. Denn bei Wassermangel kommt es schnell zu einer Bluteindickung mit den Folgen eines verschlechterten Nährstoff- und Sauerstofftransports zu den Zellen und einer ebenfalls beeinträchtigten "Entsorgung" alter Zellen. Außerdem werden Herz und Kreislauf stärker belastet sowie die Ausscheidungsfunktion der Nieren beeinträchtigt. Ja sogar Darmträgheit kann durch ein Flüssigkeitsdefizit mit verursacht werden.

Die von unserem Körper benötigte Wassermenge ergibt sich im Wesentlichen aus dem Bedarf für die Wärmeregulation und dem Bedarf für die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten sowie Salzen über unsere Nieren. Die Stoffwechselendprodukte müssen in einer bestimmten Konzentration in Wasser gelöst sein, damit unsere Nieren sie richtig ausscheiden können. Nur wenn unser Körper ausreichend mit Wasser versorgt ist, können unsere Nieren optimal arbeiten.

Wenn Sie sich normal ernähren, sollten Sie wenigstens 1,5 Liter täglich trinken. Während einer Gewichtsreduktion sollten Sie Ihre Trinkmenge dagegen auf mindestens 2 Liter erhöhen, um die im Stoffwechsel vermehrt anfallenden sauren Fettabbauprodukte ausscheiden zu können. Spülen Sie Ihre Entgiftungsorgane stets mit Mineralwasser, verdünnten Säften, Früchte- und Kräutertees kräftig durch. Fitmacher unter den Getränken sind übrigens auch eiweißhaltige Buttermilch oder Molkezubereitungen. Trinken Sie regelmäßig über den Tag verteilt und schauen Sie dabei ruhig tief ins Wasserglas.

Bedenken Sie auch, wenn Sie während des Abnehmens weniger essen, fehlt Ihnen ein Teil des in Lebensmitteln enthaltenen Wassers. Mehr Trinken ist deshalb ebenso sinnvoll wie wasserreichen Lebensmitteln wie Gemüse und Obst während einer Diät den Vorzug zu geben.

Vorsicht: Wasserverluste sind kein Abnahmeerfolg! So manch einer hat schon erfolgreich den Wassertrick angewandt. Nicht aufgefüllte Flüssigkeitsverluste durch Schwitzen oder harntreibende Medikamente machen sich zwar besonders rasch auf der Waage bemerkbar. Auch kann man sein Gewicht mit mehreren Saunagängen ordentlich runterkochen. Doch insbesondere Sportler wissen, dass dieses kurzfristige "Gewichtmachen" für die Leistung von Nachteil und für die Gesundheit sogar gefährlich ist. Und mit dem erhofften Fettabbau haben solche Mogelpackungen absolut gar nichts zu tun. Orientieren Sie sich während des Abnehmens daher nicht nur am Zeiger der Waage.


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