35. Welche Hinweise finden sich auf der Lebensmittelverpackung und was sagt die Zutatenliste aus?


In unserem modernen Ernährungsalltag greifen wir zunehmend auf Fertigprodukte zurück. Während selbst zubereitete Lebensmittel mit frischen Zutaten und Rohwaren relativ leicht zu "durchschauen" sind, sollten Sie bei Fertigprodukten möglichst alle Angaben auf der Verpackung für Ihre Kaufentscheidung nutzen.

Nach dem Lebensmittelrecht müssen Verpackungen von Fertigprodukten grundsätzlich folgende Angaben in deutlich sichtbarer und leicht lesbarer Schrift enthalten:

Verkehrsbezeichnung (Name des Produkts): Durch die Bezeichnung beziehungsweise Beschreibung des Produkts soll eine Unterscheidung von ähnlichen Erzeugnissen ermöglicht werden.

Zutatenliste: Die Zutaten des Lebensmittels müssen in absteigender Reihenfolge ihrer Gewichtsanteile zum Zeitpunkt der Verwendung beziehungsweise Herstellung genannt werden. Die Zutat mit dem größten Gewichtsanteil steht an erster Stelle. Zu den Zutaten zählen auch Zusatzstoffe, zum Beispiel Konservierungsstoffe wie E200 oder Farbstoffe wie E123.

Mindesthaltbarkeitsdatum: Unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen behält das Lebensmittel bis zu diesem Datum seine Eigenschaften. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Verfallsdatum. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum nur bei Einhaltung bestimmter Temperaturen gewährleistet, so ist ein entsprechender Hinweis zu geben, zum Beispiel "bei +10 °C mindestens haltbar bis …". Das Mindesthaltbarkeitsdatum muss unverschlüsselt unter Angabe von Tag, Monat und Jahr angegeben werden. Je nach Haltbarkeitsdauer reicht auch lediglich die Angabe von Monat und Jahr oder des Jahres.

Name des Herstellers oder Abfüllers, Ort der gewerblichen Niederlassung: Diese Angaben ermöglichen eine eventuelle Beanstandung des Produkts.

Mengenangabe: Füllmenge (Abtropfgewicht) oder sonstige Mengenangaben müssen in Liter beziehungsweise Kilogramm angegeben werden. Abtropfgewicht heißt zum Beispiel bei Bohnen aus der Dose: Bohnen ohne Flüssigkeit.

Achten Sie – insbesondere bei verzehrsfertigen Produkten (kompletten Fertiggerichten) – auch auf die Angaben zum Energie- und Nährstoffgehalt. Auch wenn eine entsprechende Kennzeichnung gesetzlich bislang nicht vorgeschrieben ist, sind die meisten Hersteller zur verbraucherfreundlichen Deklarierung übergegangen.


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