39. Kann ich mit dem Trennkost-Prinzip besser abnehmen?


Der Grundgedanke der Trennkost geht von der wissenschaftlich längst widerlegten Behauptung aus, Kohlenhydrate und Eiweiß dürften nicht in einer Mahlzeit zusammen verzehrt werden, da sie sich sonst bei der Verdauung gegenseitig behindern würden. Die Schlussfolgerung: Käse passe nicht zu Brot und Fisch oder Fleisch nicht zu Nudeln.

Befasst man sich allerdings etwas näher mit der Trennkost, so wird deutlich, dass ein anderes – seit langem – kontrovers diskutiertes Thema im Vordergrund dieses Diätprinzips steht: der Säure-Basenhaushalt. Die Trennkost gibt nämlich vor: 80 Prozent der Nahrung sollten Basenbildner und nur 20 Prozent Säurebildner sein. Und daraus folgt wiederum ihre Empfehlung eines gemüse-, salat- und früchteorientierten Speiseplans. Keine wirklich neue Erkenntnis! Schließlich akzeptieren nahezu alle Ernährungsrichtungen diese pflanzlichen Schlank- und Fitmacher.

Wer also – wie von der Trennkost gefordert – derart gemüse- und obstbetont isst und sich gleichzeitig bei den konzentrierten Stärke- und Eiweißlieferanten (Brot, Getreideprodukte und Fleisch) zurückhält, nimmt im Vergleich zur herkömmlichen Mischkost deutlich weniger Energie auf. Es ist also nicht die Trennung von Kohlenhydraten und Eiweiß oder das Säure-Basenhaushalt-Diätprinzip, sondern die insgesamt veränderte Lebensmittelauswahl, die bei dieser Diät schlank macht.


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