48. Warum ist "zu wenig Essen" die Diätfalle Nummer 1?


Wer zu wenig isst, programmiert seinen Stoffwechsel – vergleichbar mit einer Hungersnot – auf Sparflamme. Wer danach wieder normal zu essen anfängt, muss mit einer besonders schnellen Gewichtszunahme rechnen. Denn der Körper hat zwischenzeitlich gelernt, mit weniger Kalorien auszukommen. Am nachteiligsten wirkt sich – im Zusammenhang mit den so genannten FdH-Strategien ("Friss die Hälfte") – das Auslassen ganzer Mahlzeiten aus. Schließlich provoziert man damit nur Heißhunger und ein entsprechendes Nachholverhalten bei der nächsten Mahlzeit. Beispiel: statt einem ausgewogenen Mittagessen mit Fleisch oder Fisch und einer großen Salat-/Gemüseportion zwei Stücke Sahnetorte am Nachmittag.

Wenn Sie zu denjenigen gehören, die von sich sagen: "Ich esse eigentlich kaum etwas und werde trotzdem nicht schlank", sollten Sie ab sofort mehr essen! Neueste wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass für einen schlanken Essstil die Energiedichte eine große Rolle spielt. Übergewicht tritt erst auf, wenn die ideale Kaloriendosis von gut 100 Kilokalorien pro 100 Gramm Lebensmittel überschritten wird. Die durchschnittliche mitteleuropäische Kost überschreitet dieses Limit mit 155 Kilokalorien pro 100 Gramm deutlich. Fast Food liegt sogar bei 280 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Das bedeutet: Wir essen zu viele konzentrierte Kalorien in Form von Fett, Zucker, isolierter Stärker sowie aus alkoholischen Getränken. Und wir genießen zu wenig ballaststoffhaltige, volumen- sowie wasserreiche Lebensmittel mit einer entsprechend geringen Energiedichte. Kurz: Gemüse, Salate, Obst, grobkörnige Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, aber auch mageres Fleisch und fettarme Milchprodukte sollten als Schlank- und Fitmacher viel regelmäßiger auf unserem Speiseplan stehen. Denn aufgrund ihres günstigen Kalorien-Volumen-Verhältnisses sättigen diese Lebensmittel besonders gut und geben zudem optisch das befriedigende Gefühl einer (besonders) großen Portion.

Essen Sie – in diesem Sinne – mehr, anstatt kleinerer kaloriendichter Portionen. Für Ihre tägliche Ernährungspraxis ist der vermehrte Genuss von Gemüse und Obst der einfachste Weg zur Herabsetzung der Energiedichte Ihrer Nahrung! Allein die Beherzigung dieser Empfehlung kann Ihr Abnahmevorhaben nicht nur erleichtern, sondern ein gutes Stück voranbringen, ohne das ständige Verzichtsgefühl herkömmlicher Schlankheitsmaßnahmen!


Zurück zu: Was Sie schon immer zum Thema Abnehmen wissen wollten

Startseite